Zwischen Katakomben und Sonnenuntergang – ein Tag voller italienischer Gelassenheit

Zwischen Katakomben und Sonnenuntergang – ein Tag voller italienischer Gelassenheit

Nicht jeder Urlaubstag muss von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten führen.

Manchmal sind es gerade die ruhigeren Tage, die einem besonders lange in Erinnerung bleiben.

Unser Vormittag führte uns zu den Katakomben des heiligen Kallistus – einem Ort, der auf eine ganz andere Weise beeindruckt als das Kolosseum oder das Pantheon.

Schon beim Betreten verändert sich die Atmosphäre.

Draußen zeigt das Thermometer wieder über 37 Grad, doch wenige Stufen unter der Erde empfängt uns eine angenehme Kühle von gerade einmal 15 Grad.

Allein das fühlt sich wie eine kleine Wohltat an.

Doch noch beeindruckender ist die Geschichte dieses Ortes.

Bei einer geführten Tour – die übrigens in vielen verschiedenen Sprachen angeboten wird – tauchen wir ein in eine Welt, die kaum vorstellbar erscheint.

Lange unterirdische Gänge.

Alte Grabkammern.

Jahrhunderte voller Geschichte.

Es ist eine ganz andere Art von Sightseeing.

Ruhiger.

Nachdenklicher.

Fast ein wenig geheimnisvoll.

Nach so vielen Eindrücken war es Zeit für etwas, das in Italien einfach dazugehört.

Den Riposo.

Während draußen die Mittagshitze über den Straßen flimmerte, kehrten wir in unsere Ferienwohnung zurück.

Die Wohnung wurde still.

Mein Mann und die anderen gönnten sich eine kleine Pause.

Und ich?

Ich nahm meine Häkelnadel zur Hand.

Zwischen Garn, einer leichten Brise vom Meer und der Ruhe des Nachmittags konnte ich mein neues Häkelprojekt fertigstellen.

Genau solche Momente liebe ich.

Kein Zeitdruck.

Kein Plan.

Einfach den Augenblick genießen.

Als die Sonne langsam tiefer stand, zog es uns noch einmal hinaus.

Wir spazierten gemütlich durch Torvaianica.

Und plötzlich fiel uns etwas auf.

Hier fühlt sich Italien ganz anders an.

Nicht wie an den großen Sehenswürdigkeiten.

Sondern echt.

Lebendig.

Authentisch.

Die Straßen sind voller Menschen.

Familien sitzen zusammen.

Kinder spielen.

Überall wird gelacht und geredet.

Man hat das Gefühl, dass das Leben hier erst beginnt, wenn die Sonne langsam untergeht.

 

Unser Abendessen war herrlich unkompliziert.

Pizza to go.

Direkt am Strand.

Mit Blick aufs Meer.

Während mein Mann seinen Kaffee mitnahm, entdeckte ich etwas, das mich sofort begeistert hat.

Aperol Spritz to go.

Ich musste schmunzeln.

So etwas hätte ich zu Hause wohl kaum erwartet.

Aber hier passt es einfach.

Mit einem Stück Pizza in der einen Hand, einem Aperol in der anderen und dem Rauschen der Wellen im Hintergrund hätte dieser Abend kaum schöner sein können.

Es sind genau diese kleinen Momente, die für mich das italienische Lebensgefühl ausmachen.

Nicht nur die berühmten Bauwerke.

Sondern die Herzlichkeit der Menschen.

Das Lachen auf den Straßen.

Die warmen Sommerabende.

Und das Gefühl, dass hier jeder den Moment ein bisschen länger genießt.

Vielleicht ist genau das das größte Souvenir, das wir aus Italien mit nach Hause nehmen.

Nicht etwas, das man in den Koffer packen kann.

Sondern ein Lebensgefühl.

🌿

Bis zum nächsten Kapitel – irgendwo zwischen Garten, Garn & Gedanken.

 

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