Wieder zu Hause
Share
Nach fast 13 Stunden Autofahrt rollen wir wieder in unsere Einfahrt.
Zu Hause.
Begrüßt werden wir von allen, die uns offensichtlich vermisst haben.
Koffer werden ausgeladen, Einkaufstaschen ins Haus getragen und kleine Mitbringsel an die Menschen verteilt, die sich schon auf unsere Rückkehr gefreut haben. Für einen kurzen Moment sieht unsere Wohnung aus wie das kleine Geschäft in Torvaianica: schmale Gänge, überall Taschen, Kartons und Erinnerungen an eine wunderschöne Woche am Meer.
Während die ersten Waschmaschinen ihre Arbeit aufnehmen und langsam alles wieder seinen Platz findet, genießen Bane und Frigga einfach nur, dass wir wieder da sind. Zufrieden liegen sie neben uns und schnarchen, als wären wir nie weg gewesen.
Natürlich führt mich mein erster Weg auch in den Garten.
Die Zeit ist weitergegangen.
Die Bohnen sind fast erntereif, der Kürbis hat sich inzwischen ein ganzes Beet erobert und auch Pflaumen und Heidelbeeren haben in der italienischen Sonne scheinbar ein wenig Farbe angenommen.

Erpel Presley und Clementine hingegen interessiert unsere Rückkehr nur bedingt. Unsere Single-Ladys ebenfalls. Viel wichtiger scheint die Frage zu sein, ob wir Futter in den Händen halten.
Und ehrlich gesagt… sie haben völlig recht.

Auch hier zu Hause ist inzwischen der Hochsommer angekommen. Fast so, als hätten wir die Wärme einfach aus Italien mitgebracht.
Nach der langen Fahrt gönnt sich fast jeder ein Nickerchen.

Fast jeder.
Ich setze mich mit einem Kaffee in meinen Wollsessel, nehme die Häkelnadel zur Hand und lasse die letzten Tage noch einmal vorbeiziehen.
In Italien habe ich immer wieder etwas gesehen, bei dem ich jedes Mal dachte:
Das würde wunderbar zum Bastelstüb passen.
Nicht genauso.
Ein bisschen mehr Cottagecore.
Ein bisschen mehr "Bastelstüb".
Ein bisschen mehr ich.
Noch ist es nur eine Idee.
Aber genau so beginnen die schönsten Projekte.
Mit einem kleinen Funken Inspiration.
Und manchmal… mit einer Reise ans Meer.